DER VOLPE_Das Cockpit meiner Ichs

Im Cockpit meiner Ichs

Um sicher zu gehen, dass ich mich auf einem „guten“ Weg befinde, frage ich mich ab und an: „Wie geht es mir eigentlich?“ Auf diese simple Frage gab ich mir meist eine simple Antwort wie „gut“ oder „Im Moment gerade ziemlich gestresst“.
Manchmal aber gibt es Situationen, in denen ich mir diese Frage nicht beantworten kann. Warum?

Ich bin mehr als nur ein „Ich“

Weil zeitweise kann es mir gut und gleichzeitig nicht gut gehen. Denn ich bin nicht nur ein „Ich“, sondern ich bin Partner, Freund, Mitarbeiter, Kind und einiges mehr. Es kann also sein, dass es meinem Arbeiter-Ich gut geht, mein Partner-Ich aber zu kurz kommt.

Grundsätzlich empfinde ich es als normal, dass sich die verschiedenen Ichs in ihrer Intensität abwechseln. Das macht das Leben ja auch spannend.
Wichtig dabei bleibt aber, dass alle Ichs zufrieden sind.

Vernachlässige ich mein Partner-Ich auf längere Zeit, breitet sich dort Unzufriedenheit aus. Wird diese Unzufriedenheit dann grösser, kann es auch weitere Ich-Anteile erfassen.

Das Cockpit

Was ist also zu tun? Ich stelle mir vor, dass mein Übergeordnetes-Ich in einem Cockpit sitzt und überprüft, wie es meinen einzelnen Anteilen geht. Jeder Anteil kann in drei Farben aufleuchten: Grün, Orange oder Rot.

Grün

Solange das Gesamtbild im grünen Bereich liegt, besteht kein Handlungsbedarf. Geniesse es!

Orange

Leuchtet das Gesamtbild längere Zeit orange, ist Vorsicht geboten. Meine Aufgabe ist es, hinzuschauen, welche meiner Anteile sich im kritischen Zustand befinden.
Mein Partner-Anteil blinkt orange? Dann muss ich herausfinden, was ich tun kann. Reicht es, wenn ich mit meinem Partner zusammen am Wochenende etwas unternehme? Oder muss ich meinem Arbeiter-Ich mitteilen, dass es weniger Energie verbrauchen soll, bzw. dass ich im Moment keine Überstunden machen soll?

In der orangen Zeit habe ich die Möglichkeit, eine entsprechende Lösung zu finden.

Rot

Wird ein Anteil rot, gilt höchste Alarmstufe. Denn ein roter Anteil saugt von überall her Energie und kann innert kürzester Zeit alle Lämpchen auf rot stellen. Auch wenn diese vorher im grünen Bereich waren.

Spätestens in der roten Phase sollten meine „Notfall-Konzepte“ in Kraft treten, die ich mir in der orangen Phase erarbeitet habe.

Der Nutzen

Das Bild des Cockpits hilft mir, meine Energie bewusst für die einzelnen Lebensbereiche einzusetzen. Ähnlich also wie bei einem Haushaltsbudget liste ich mir die einzelnen Lebensbereiche auf und entscheide, für welchen Bereich ich im Moment wie viel Energie „ausgeben“ kann. Denn am Ende des Tages will ich noch genügend Kraft haben, meinen Feierabend zu geniessen. 🛀📺🕺

Wie sieht euer Cockpit aus?

Oder wie geht ihr mit eurem Energie-Haushalt um? Lasst es mich und uns wissen und schreibt es in die Kommentare!

Herzlichst,
Remo🦊

DER VOLPE_Bist du ein schlauer Fuchs