Erholung Durch Struktur

Der Volpe_Struktur

Momentan arbeiten wir alle im Unternehmen in Kurzarbeit. Ich habe also unter der Woche viel arbeitsfreie Zeit.
Anfangs war das ganz okay: Morgens konnte ich ausschlafen, ich schaute einige neue Netflix-Serien, probierte neue Kochrezepte aus und zwischendurch richtete ich mein Homeoffice komfortabler ein.

Aber nach ein paar Wochen stellte sich eine Unzufriedenheit ein – ich fĂŒhlte mich, als wĂŒrde ich meine Zeit in der Wohnung absitzen und auf bessere Zeiten warten. Diese PassivitĂ€t erdrĂŒckte. Und jeden Tag zu netflixen ist auch nicht wirklich interessant. Meine freien Tage verursachten, dass meine Stimmung immer schlechter wurde.

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Entstpannende Arbeitstage

Eigentlich paradox, oder? Aber zu viel freie und ungeplante Zeit wirkt einengend.
Meine Arbeitstage dagegen erhielten eine ganz neue QualitĂ€t: Ich begann, die Struktur zu schĂ€tzen. Morgens weiss ich genau, wann ich aufstehen muss, meine PlĂ€ne fĂŒr den Tag sind klar, auch wann ich mir etwas zu Mittag koche und wann ich Feierabend mache ist geregelt.
Nach so einem Arbeitstag fĂŒhlte ich mich entspannter als nach einem meiner arbeitsfreien Tage.

Tipps fĂŒr freie Tage

Ich fasste mir einen Plan: Ich strukturiere meine arbeitsfreien Tagen mit AktivitĂ€ten, die mir Spass machen und mit Dingen, die mich vor zu vielem GrĂŒbeln abhalten:

  • Joggen oder Spaziergang im Wald
    • Ziel: Ich will jeden Tag einmal draussen gewesen sein und meinem Körper die Bewegung gönnen.
  • Dehnen
    • Sei es am Morgen oder nach dem Sport: Das Dehnen hilft mir, in die Entspannung zu kommen. Zudem ist es eine perfekte AchtsamkeitsĂŒbung.
  • Briefe schreiben
    • Jemandem nicht nur Worte, sondern auch Zeit zu schenken (denn ein handschriftlicher Text benötigt grösseren Aufwand) ist wunderbar. So pflege ich zum einen meine Freundschaften und zum anderen erhalte ich auch Briefe zurĂŒck, was mich sehr freut!
  • KĂŒche aufrĂ€umen
    • Eine sehr wirksame Art, um mich mit wenig Energie vom GrĂŒbeln abzulenken. Wenn im Hintergrund Musik oder ein Podcast lĂ€uft, geht es noch einfacher.
  • Bad putzen
    • Falls das Putzen der KĂŒche nicht ausgereicht hat. 😁
  • WĂ€schewaschen
    • Das Sortieren der WĂ€sche und das AufhĂ€ngen nach dem Waschgang entspannt mich, da es eine Routinearbeit ist, bei der ich nicht denken muss. Zudem riecht die Wohnung danach wunderbar nach dem Waschmittel!
  • Musik machen
    • Ob ich ans Klavier sitze oder durch die Wohnung tanze, ist egal: Hauptsache ich mach es regelmĂ€ssig und fĂŒhre so meinem Körper positive Schwingungen zu.
  • Netflix / Youtube / TV
    • Auch das darf Platz haben – nur nicht den ganzen Tag. Denn nach einem Netflix-Tag fĂŒhle ich mich ziemlich schlecht, da ich zu lange nicht aktiv war. Darum limitiere ich die Dauer und verbiete mir, am Vormittag schon meine Lieblingsserie zu schauen – auch wenn das je nach Stimmung enorm schwierig ist. Aber der restliche Tag wird einfach positiver mit dem Verzicht!
  • Blog / Schreiben / sonstige Hobbys
    • Mein Problem an den freien Tagen ist, dass ich das GefĂŒhl habe, nun den ganzen Tag schreiben zu mĂŒssen – weil ich ja genĂŒgend Zeit hĂ€tte. Dieser Druck fĂŒhrte in den letzten Tagen dazu, dass ich gar nichts geschrieben habe. Darum limitiere ich es lieber auf ein Minimum (z.B. eine halbe Stunde pro Woche) und halte dies ein und erfreue mich ĂŒber den Erfolg. Mehr ist ja immer möglich.

Wie ergeht es euch im Moment? Habt ihr auch viel mehr Freizeit wie sonst und wie geht ihr damit um? Ich freue mich auf eure ZuschriftenđŸ€—

Herzlichst
Remo🩊