Das nicht so schöne Dankbarkeits-buch

Kann ich glücklich sein, ohne dankbar zu sein?
Ich glaube nicht.
Kann ich dankbar sein, ohne glücklich zu sein?
Ja, aber nicht für lange.

Für was bin ich in meinem Leben dankbar? Grundsätzlich eine Frage, die leicht zu beantworten ist – solange es mir gut geht.

Doch wenn ich einen Durchhänger im Alltag habe, finde ich oft keine befriedigende Antwort darauf. Klar, das ist grundsätzlich normal: Bereits in einer «kleinen, depressiven Phase» fokussiert sich unser Gehirn auf die negativen Momente und blendet das Positive fast vollständig aus.

Trotzdem finde ich das unheimlich. Kennst du diese «Blackouts» ebenfalls?

Schreiben? Nein danke

Um in solchen Momenten meinem Gehirn einen Realitätscheck zu verpassen, habe ich in den letzten Jahren etliche Male begonnen, ein Dankbarkeits-Tagebuch zu führen. Ziel war es, am Abend alles aufzuschreiben, für was ich an diesem Tag dankbar war.

Eine tolle Idee, die sich bei der Umsetzung aber immer unnatürlich angefühlt hat. Auch wenn ich gerne schreibe: Beim Auflisten meiner Dankbarkeit fühlte ich mich unwohl. Irgendwann verebbte diese Idee – bis vor ein paar Tagen.

Fotos, Postkarten, Notizzettel

Während ich in einem kleinen Negativ-Tal war, fielen mir beim Aufräumen alte Fotos in die Hände. Sofort änderte sich meine Stimmung: Denn die Fotos zeigten allesamt Momente, in denen ich glücklich und zufrieden war.

Kurzerhand nahm ich eins meiner unzähligen Notizbücher aus meinem Schrank und begann, die Fotos einzukleben. In diesem Moment konnte ich mich gar nicht mehr unglücklich fühlen – was für ein Erfolg!

Das Kleben ging weiter und inzwischen sind nicht nur Fotos, sondern auch Postkarten und Notizzettel im Buch: Jedes eingeklebte Stück steht für einen Moment in meinem Leben, in dem ich glücklich, zufrieden oder voller Freude war.

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Stück für Stück zu mehr Dankbarkeit

Das Dankbarkeits-Buch darf aber kein schön eingeklebtes Fotoalbum sein – denn mir ist es wichtig, dass die Schwelle, damit ich etwas einklebe, sehr niedrig bleibt. Auch Einkaufszettel oder Kaugummiverpackungen dürfen hier einen Platz bekommen!

Diese Art des Dankbarkeits-Buchs fällt mir unendlich viel leichter als die schriftliche Variante und sie bereitet mir bereits beim Erstellen grosse Freude.

Auch die Wirkung ist top: Wenn ich darin blättere, fühle ich nicht nur die Dankbarkeit, sondern auch die Motivation, weitere zufriedenen Momente zu erleben, von denen ich bald ein «Stück» einkleben darf. 😉

Was meinst du zu dieser Idee – oder wie stellst du sicher, dass du deine positiven Momente in deinem Leben nicht vergisst?

Herzlichst,
Remo🦊

Apropos Glück und Dankbarkeit, dieses Tiktok-Video will ich euch nicht vorenthalten: